Fortbildung: Sensorische Integration und Autismus-Spektrum-Störung
Bei unserer Fortbildung am 27.04.2026 durften wir nicht nur zuhören, sondern am eigenen Körper erleben, wie sich bestimmte Reize anfühlen können.
Unter der fachkundigen Anleitung von Helene Grabuschnigg haben wir taktile und vestibuläre Reize selbst ausprobiert – und plötzlich verstanden, wie schnell etwas zu viel, zu intensiv oder zu unvorhersehbar sein kann.
Warum das so wertvoll war:
Viele Kinder im Autismus‑Spektrum erleben den Alltag anders: Geräusche, Berührungen, Bewegungen, Übergänge – all das kann herausfordernd sein.
Durch das eigene Erleben wurde spürbar:
- wie sich taktile Überforderung anfühlt
- wie irritierend vestibuläre Reize sein können
- wie schnell Stress entsteht, wenn der Körper „zu viel“ bekommt
- wie wichtig Vorhersehbarkeit und klare Struktur sind
Was wir daraus für den Alltag mitnehmen
- Reize bewusster dosieren
- Rückzugsmöglichkeiten schaffen
- Bewegungsbedürfnisse ernst nehmen
- Übergänge vorbereiten und begleiten
- Kommunikation vereinfachen und visualisieren
- Verhalten als Ausdruck sensorischer Bedürfnisse verstehen
Warum solche Fortbildungen uns stärken:
Weil wir Kinder nur dann gut begleiten können, wenn wir verstehen, wie sich ihre Welt anfühlt. Und weil dieses Verständnis die Basis für echte Entlastung im Alltag ist – für Kinder, Eltern und uns als Team.